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Zahlen und Fakten


Generalversammmlung vom 4. Juli 2011


Zwei Frauen und Stefan Wolf gewählt

Altbüron | 106. Generalversammlung der Krankenkasse Luzerner Hinterland

 

  Am vergangenen Montagabend fand in der Altbürer Hiltbrunnenhalle die 106. GV der Krankenkasse Luzerner Hinterland statt. Über 400 Mitglieder waren bei der Präsentation des erfolgreichen Geschäftsjahres 2010 anwesend.  
Die neuen Vorstandsmitglieder (von links): Michelle Iff,
Stefan Wolf und Annelies Bättig. Foto Franz Wüest


   Mit Genugtuung und Freude schaute Geschäftsführer Bruno Peter auf den bemerkenswerten Mitgliederzuwachs von zehn Prozent zurück. Nicht zuletzt habe die Transparenz und die klare, offene Informationspolitik gegenüber den versicherten Mitgliedern zu diesem Erfolg geführt.
   Präsident Bättig und Geschäftsführer Peter richteten einen herzlichen Dank an alle Verantwortlichen der Hinterländer Krankenkasse für die ausgezeichnete Arbeit im verflossenen Jahr. Der Kommentierung der Jahresrechnung durch den Geschäftsführer Bruno Peter und dem Revisionsbericht der Kontrollstelle Truvag durch Wirtschaftsprüfer Iwan Hodel wurden einhellig zugestimmt.

Zwei Frauen und Stefan Wolf
Nach 20 bzw. 14 Jahren engagierter Vorstandsarbeit traten Josef Stutz, Zell, und Aktuar Dominik Peter, Willisau, zurück. Die beiden Abgänge ermöglichten es, den Vorstand wieder mit zwei Frauen zu besetzen. Einstimmig gewählt wurden Annelies Bättig-Leuenberger, Altbüron, Michelle Iff, Altbüron, und der ehemalige Fischbacher Profifussballer Stefan Wolf, wohnhaft in Oensingen.
   Im Anschluss an die GV gab Regierungsrat Guido Graf Einblick in das Gesundheitswesen des Kantons Luzern. Der zunehmende Kostendruck mache nicht mehr alles finanzierbar. Grosse Sorge bereite ihm auch der Mangel an Hausärzten. Anschliessend informierte Graf über die wichtigsten Änderungen der neuen Spitalfinanzierung und deren Konsequenzen. Zuletzt lobte er die «Vorbildsarbeit» der Hinterländer Krankenkasse.
   Nach einem schmackhaften Nachtessen versetzte das Unterhaltungsprogramm «Geschwister Erni mit Papa» den ganzen Saal in Schwingung. Um Mitternacht ging die 106. Generalversammlung langsam zu Ende. Eine wunderbare Sommernacht erleichterte die Heimkehr in alle Himmelsrichtungen.

Willisauer Bote, 8. Juli 2011
Franz Wüest, Zell

     
Nach der musikalischen Darbietung des Bläserquartetts der MGGA Grossdietwil-Altbüron begrüsste Präsident Oswin Bättig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GV der Krankenkasse Luzerner Hinterland. «Die Prämien sind ein Spiegel der Gesundheitskosten», sagte er im Geschäftsbericht. Das begründete er einerseits mit dem medizinischen Fortschritt; denn die Kosten wüchsen durch die neuen Behandlungsmethoden, Medikamente und den immer leistungsfähigeren Apparaturen und Geräte stark an. Anderseits spiele die demographische Entwicklung, sprich das Bevölkerungswachstum und die steigende Lebenserwartung, eine grosse Rolle.
   Die stetig steigenden Krankenkassenprämien belegen im Sorgenbarometer der Schweizer Bevölkerung einen Spitzenplatz. Die neue Spitalfinanzierung ab 2012 soll mehr Transparenz schaffen und die Spitäler zu einer effizienten Leistungserbringung unter Beibehaltung einer hohen Qualität veranlassen. Vergütet werden nicht mehr die Kosten anhand einer Tagespauschale,sondern die einzelne Behandlung des Patienten zu einem im voraus zwischen Krankenkasse und Spital festgelegten Pauschalpreis, ungeachtet der Aufenthaltsdauer. Der Gesetzgeber verspricht sich dadurch eine Stärkung des Wettbewerbs zwischen den Spitälern und eine dämpfende Wirkung auf die Kosten. Eine Einheitskasse führe bloss zu einem Mehraufwand und einen Schritt näher zur Staatsmedizin, so Bättig. Der Begriff «Managed Care» stehe für eine Vielzahl von Modellen, in denen Patienten einen Teil ihrer Wahlfreiheit aufgeben und sich für die Behandlung einem medizinischen Netzwerk anvertrauen müssen.
   Erfreulicherweise durfte Präsident Bättig mitteilen, dass die Krankenkasse die Liegenschaft der CKW an der Luzernstrasse 19 am 1. Januar gekauft habe. Dies löse den Engpass der Geschäftsräumlichkeiten und ermögliche den Ausbau der Büroräumlichkeiten.

Verwaltungsbericht und Rechnungsablage
In seiner prägnanten und originellen Wortwahl informierte Geschäftsführer Bruno Peter über viele Belange der täglichen Verwaltungsaufträge. Er bezeichnete unser Gesundheitssystem als kompliziertes und überaltertes Flickwerk. Die Leistungserbringer, die kantonalen Behörden und die Sozialversicherungen bewegten sich in einem zersplitterten Finanzsystem. Das Grundangebot, so Peter, sei grosszügig und die Wünsche der Bevölkerung erschienen grenzenlos, was sich schliesslich auf die Krankenkassenprämien auswirke. Statt in Bundesbern die Verantwortlichkeiten immer hin und her zu schieben, wäre es vorteilhaft, wenn sich die Politiker zusammmensetzten, um die Zusammenhänge zu analysieren und eine tragbare Lösung zu finden.
 

Geschäftsbericht 2010 als PDF

 

Prämienrechner 2012
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Krankenkasse Luzerner Hinterland  Luzernstr. 19 6144 Zell LU Tel. 041 989 70 00 Fax 041 989 70 01 info@kklh.ch
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